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Wolfgang Rihm (1952-2024)
Sieben Passionstexte (Schweizer Erstaufführung)
Carlo Gesualdo (1566-1613)
Tenebrae Responsorien
Aus den Sacrae contiones I: Tribulationem et dolorem
Ausführende:
Serenitas Ensemble
João Marins | Leitung
Wolfgang Rihm
Wolfgang Michael Rihm (* 13. März 1952 in Karlsruhe; † 27. Juli 2024 in Ettlingen) war ein deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Essayist. Angeregt durch frühe Begegnungen mit Malerei, Literatur und Musik begann er 1963 zu komponieren. Bereits während seiner Schulzeit studierte er von 1968 bis 1972 Komposition an der Hochschule für Musik Karlsruhe und beschäftigte sich mit der Musik der Zweiten Wiener Schule, instrumentierte Arnold Schönbergs Klavierstücke op. 19 und orientierte sich vorübergehend am aphoristisch-knappen Stil Anton Weberns. Nach seinen Studienjahren übernahm er den Lehrstuhl für Komposition an der in Karlsruhe.
Nach der Aufführung seines Orchesterstücks Morphonie – Sektor IV bei den Donaueschinger Musiktagen 1974 fand Rihm in den Folgejahren breite Anerkennung innerhalb des internationalen Musikbetriebs. Die Freie Universität Berlin würdigte ihn 1998 mit einer Ehrendoktorwürde als Künstler – im Sommer 2016 übernahm Rihm die künstlerische Gesamtleitung der von Pierre Boulez gegründeten Lucerne Festival Academy. In der Spielzeit 2024/25 war Rihm als Composer in Residence der Berliner Philharmoniker vorgesehen. Am 27. Juli 2024 erlag er im Alter von 72 Jahren einem Krebsleiden.
Als Komponist und Musikschriftsteller vertrat Rihm eine Ästhetik, die das subjektive Ausdrucksbedürfnis in den Mittelpunkt stellt. Vorbilder in diesem Sinn waren für ihn Hans Werner Henze,[8] später Karlheinz Stockhausen und noch später Luigi Nono.
Zu Beginn der 1990er Jahre entwickelte sich Rihms Komponieren „weg von der Emphase des Einzelereignisses hin zu einem Konzept des Fließens, der Gestaltung größerer Zusammenhänge“. Paradigmatisch dafür ist das kantable Violinkonzert Gesungene Zeit, das 1992 von Anne-Sophie Mutter in Zürich uraufgeführt wurde.
Neben zahlreichen Kompositionen für kleinere Besetzungen und drei Symphonien schrieb er auch Bühnenwerke. Ein großer Erfolg wurde die 1979 von der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführte Kammeroper Jakob Lenz.
Carlo Gesualdo
Carlo Gesualdo (8. März 1566 in Venosa; † 8. September 1613 in Gesualdo, Provinz Avellino) war ein italienischer Fürst und Komponist. Sein kompositorische Schaffen umfasst eine Reihe von geistlichen Werken, darunter die Responsorien zur Liturgie der Kartage und Motetten, sowie sechs Bücher mit Madrigalen. Ein siebtes Madrigalbuch ist nur unvollständig erhalten.
Zeitlich steht Gesualdo am Übergang der Renaissance zum Barock, wobei sein manieristischer Stil stets der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts verpflichtet bleibt. Kennzeichnend für den Kompositionsstil Gesualdos ist der häufige Einsatz von Chromatik und unerwarteten Tonartwechseln zum Zwecke der eindringlichen Ausdeutung der Textvorlagen.
Im 20. Jahrhundert fanden vor allem seine Madrigale aufgrund ihrer kühnen Stimmführung und Harmonik wieder Beachtung und Bearbeitungen. Zahlreiche Komponisten befassten sich mit Gesualdo. So bearbeitete etwa Igor Strawinsky in Momentum pro Gesualdo di Venosa ad CD annum.
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