FRANK MARTIN ZU EHREN

Ein Konzertabend für den Schweizer Klassiker der Moderne

Samstag, 13. April, 17 Uhr
Tickets CHF 60 / 40

Tickets für junge Menschen bis 20 und in Ausbildung oder Studium zum Nulltarif
Dauer ca. 120 Minuten mit Pause

Die Musik im Fraumünster und das ensemble cantissimo veranstalten einen Konzertabend mit kurzem Vortrag über den Schweizer Komponisten Frank Martin anlässlich dessen 50. Todestages. Im Mittelpunkt steht ein a capella Chorkonzert mit Werken von Bach, Martin und Jennefelt. Das Programm des Abends beginnt mit Martins Passacaglia für Orgel und einem kurzen Vortrag von Prof. Dr. Dominik Sackmann. Der Konzertabend klingt mit einem Apéro und sicher guten Gesprächen für die Konzertbesucher mit allen Beteiligten aus.

DAS PROGRAMM
Frank Martin (1890-1974): Passacaglia für Orgel (1944) / Jörg Ulrich Busch
Vortrag „Frank Martin im Schweizer Umfeld“: Biographisches, Werkeinführungen / Prof. Dr. Dominik Sackmann
Pause
Konzert ensemble cantissimo
J.S. Bach (1685-1750):„Singet dem Herrn ein neues Lied” (1726) BWV 225 / Chor, Solisten und Basso Continuo
Thomas Jennefelt (1954): „Villarosa sarialdi“ (1994)
Frank Martin: Messe für Doppelchor (1922/26)
Apéro: Im Gespräch mit Künstler:innen und Gönner:innen

DIE AUSFÜHRENDEN
ensemble cantissimo, Markus Utz / Dirigent
Jörg Ulrich Busch / Orgel, Basso Continuo
Prof. Dr. Dominik Sackmann / Vortrag

Im Mittelpunkt des Programms steht die vor 100 Jahren entstandene doppelchörige Messe von Frank Martin. Sie ist eines der wichtigsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts. Der in Genf geborene Martin haderte als calvinistischer Pfarrerssohn lange mit der Vereinbarkeit von Intellekt und Glauben und bezeichnete seine Messe als „eine Sache zwischen Gott und mir“.

Johann Sebastian Bach war das „A und O“ für den Schweizer Komponisten: Somit schliesst sich der Kreis im Zusammenhang mit der Aufführung von Bachs doppelchöriger Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Sie steht für das barocke, hochvirtuose Lob Gottes, bei dem die Stimmen zu Instrumenten werden und umgekehrt.

Bachs Motette erinnert auch an die Anfänge von cantissimo als Solisten-Oktett für Alte Musik, denn gleichzeitig feiert das Profi-Vokalensemble mit diesem Programm sein 30-jähriges Bestehen. Die Werke von Bach, Jennefelt und Martin zeigen ein breites Spektrum stimmlicher Ausdrucksmöglichkeiten und markieren stellvertretend wichtige Wegpunkte dieses Ensembles.

Thomas Jennefelts „Villarosa Sarialdi“ über einen Text in einem Fantasie-Latein entwirft epische, fast cineastische Klanglandschaften und lässt viel Platz für eigene Assoziationen. Das Entstehungsjahr 1994 fällt mit dem Gründungsjahr des ensemble cantissimo zusammen und ist verknüpft mit den prägenden Ausbildungsjahren seines Dirigenten Markus Utz in Schweden.

 

Die Pflege der Schweizer Chormusik ist seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen des ensemble cantissimo. Die stets spannenden Programme des Ensembles sind ebenso legendär wie seine atemberaubende Klangkultur. Die kunstvolle Verschränkung neuer und alter Musik mit instrumentaler Improvisation und Textcollagen sind das markante Markenzeichen des international erfolgreichen Vokalensembles.

Der Gründer und Dirigent Markus Utz steht für eine feinsinnige und hochsensible Interpretationskunst. Die Jubiläumskonzerte gestaltet cantissimo zusammen mit Jörg Ulrich Busch, Kantor und Organist am Fraumünster, mit dem das Ensemble eine langjährige Zusammenarbeit verbindet.